„Und dann frass er mein Herz““, «Monika und Lorenzo» –Zwei Geschichten, ein Theaterstück, das den Schmerz der Gesellschaft offenbart

28.03.2026
20:00
KHaus
Kasernenstrasse 8, 4058 Basel
Eitritt: Eintritt: CHF 15.-/20.-/30.-

„Und dann frass er mein Herz“, «Monika und Lorenzo» –Zwei Geschichten, ein Theaterstück, das den Schmerz der Gesellschaft offenbart

„Und dann frass er mein Herz“ und «Monika und Lorenzo» ist kein Theaterstück wie jedes andere – es ist ein kraftvoller, aufrüttelnder Blick auf die patriarchale Gewalt und die tief verwurzelte Kultur dieser Gewalt. Es entblösst die Machtstrukturen, die die Realität der Betroffenen prägen, und fordert das Publikum heraus, sich der unbequemen Wahrheit zu stellen.

In der ersten Geschichte spielen verschiedene „Konfliktzonen“ eine zentrale Rolle: die Polizei, das Gericht, die Strassen, das Zuhause, das Krankenhaus, die Arbeit – und fiktive Medienwelten. Jede dieser Zonen wird durch intensive Choreografien zum Leben erweckt, in denen Gewalt in all ihren Formen dargestellt wird: von verbaler Erniedrigung bis hin zu körperlicher Zerstörung, von der schieren Angst bis hin zur Kontrolle des eigenen Körpers. Es geht um Bisse, Schläge, Verfolgung, Scham, das Verstecken und das „Filmen“ von Gewalt – eine aggressive Auseinandersetzung mit der Realität, die keine Ausflüchte zulässt.

Mit diesem Stück wollen wir keine Opferrolle zeichnen, sondern uns mit einer Gesellschaft auseinandersetzen, die patriarchale Gewalt nicht nur zulässt, sondern auch verharmlost. Wir stellen Fragen, die zum Umdenken anregen: Wie sehr sind wir Teil eines Systems, das Menschen als „Beute“ definiert? Welche Bilder und Worte machen den Menschen zur Ware? Wie viel Einfluss haben gesellschaftliche Normen darauf?

Im Zentrum der zweiten Erzählung stehen eine Pädagogin und ein Pädagoge, die sich mit der Aufgabe konfrontiert sehen, ein Märchen für Jugendliche zu schreiben, das die patriachale Gewalt aufdeckt und thematisiert. Doch dieses „Märchen“ wird schnell zur radikalen Auseinandersetzung mit den fundamentalen Machtverhältnissen zwischen Geschlechtern. Hier wird die Lücke zwischen den durch patriarchale Strukturen gemachten Erfahrungen immer weiter aufgezeigt.

Das Stück ist teils satirisch, teils schonungslos – und es richtet sich gerade auch an Männer. Es geht darum, die Tabu-Themen rund um sexuelle Gewalt, Macht und Missbrauch zu entmystifizieren und offen anzusprechen. In einer Mischung aus wahrer Begebenheit und literarischer Reflexion wird das Publikum in eine Welt geführt, die nicht nur erschüttert, sondern auch zum Handeln auffordert.

„Und dann frass er mein Herz“, «Monika und Lorenzo ist nicht nur ein Theaterstück. Es ist ein Aufruf zur Veränderung, eine Einladung, sich mit der Realität der patriachalen Gewalt auseinanderzusetzen, die uns alle betrifft.

Fragen und Infos:

 info@theater-niemandsland.ch und/oder 078 242 68 87